POUPÉE 2 – Lernen beginnt zu Hause: Förderung von Kleinkinder in der Familie

Ausgangslage
Kleinkinder in Mali haben meist keinen Bildungszugang. Nur 5% der Kinder besuchen eine Vorschule. Bei einer nationalen Armutsrate von 45% gibt es in Mali sehr viele Familien in prekären finanziellen Verhältnissen, welche nicht einmal die Bezahlung der Kosten des Schulwegs zulassen.Dazu kommt der chronische Mangel an Lehrkräften und deren ungenügende Ausbildung, eine oft heruntergekommene Infrastruktur, vernachlässigte Einrichtungen – ein Teufelskreis der Armut, der die Entfaltung der Kinder verunmöglicht.

Unsere Ziele
Wir wollen den Kindern zwischen drei und sieben Jahren Zugang zu Betreuung und Bildung im familiären Umfeld verschaffen.

Wie wir unsere Ziele erreichen wollen
Das Projekt ist innovativ: es ermöglicht den Kindern, mit Hilfe und unter Aufsicht von qualifizierten Lernbegleiter/innen im familiären Umfeld betreut zu werden. Eine erwachsene/r pro Familie wird auf Basis des nationalen Vorschulprogramms in Kinderbetreuung ausgebildet und auf die Wichtigkeit der physischen und kognitiven Entwicklung der Kinder aufmerksam gemacht. Der Unterricht findet in unmittelbarer Nähe der Wohnhäuser statt. Wir versorgen die Kinder auch mit Nahrungsergänzungsmittel und geben den Eltern Mikrokredite, um ihr Einkommen aufzubessern.Wenn die Kinder das Primarschulalter erreichen, stellen wir ihnen Schulzeug zur Verfügung und während der ganzen Primarschulzeit beobachten wir weiter ihre Fortschritte und ihre Entwicklung.

Der experimentelle Charakter des POUPÉE Projekts wird durch ein Forschungselement verkörpert, das die gewonnenen Erfahrungen zusammenfasst und jedes Quartal Verbesserungsvorschläge produziert. Das für dieses Element verantwortliche Forschungsteam besteht aus Eltern, Lernbegleiter/innen und Schulberater.

Lieu du projet : Mali
Région : Afrika
Domaine : Kleinkinder
Durée : 2017 - 2019
Le projet concerne : 510 Kinder (Jungen und Mädchen) aus benachteiligten Familien im Alter von 3 bis 7 Jahren
Chef de projet : Sidibé Bayri
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